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Bild: © pixabay
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Von der Sonne zum Treibstoff

Bald keine Benzinkosten mehr? Die Sonne wird bereits seit Jahren zur Stromerzeugung genutzt und sorgt so für umweltfreundliche Versorgung von Haushalten. Doch die Erzeugung von Treibstoff durch Sonnenstrahlen, ist eher unbekannt.

 

An der University of Illionois haben Wissenschaftler eine Methode entwickelt, bei der eine neuartigen Solarzelle CO2 in Gas verwandelt. Dieses Gas wird anschließend zu Treibstoff weiterverarbeitet. Die Kosten für dieses Verfahren sind gering. Der entstandene Treibstoff kann preislich gesehen mit Leichtigkeit in der Liga der Erdölindustrie mitmischen.

 

Die Wissenschaftler vergleichen diese Methode mit der Photosynthese bei Pflanzen, bei der Kohlendioxid zu Zucker wird. Allerdings ist das Ergebnis der Solarzelle ein Synthesegas, das aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid besteht. Daraus lassen sich in weiteren Schritten Diesel und anderen Treibstoffe herstellen.

 

Mit dieser Methode werden demnach schädliche Treibhausgase zu Energie. Sollte dieses Verfahren in großen Maßstäben umgesetzt werden, kann eine beträchtliche Menge CO2 aus der Luft gefiltert werden. Nachteil ist allerdings, dass bei der Nutzung des Treibstoffs aus Sonnenstrahlen, ebenfalls Treibhausgas entsteht. Es wäre ein Nullsummenspiel.

 

Photosynthesezellen werden die speziellen Solarpaneele genannt, die Sonnenlicht einfangen und so eine “Wolframdiselenid-Kathode” sowie eine “Kobaltoxid-Anode” mit Energie versorgen. So entsteht an der Kathode Wasserstoff und Kohlenmonoxid, während die Anode Sauer- und Wasserstoff erzeugt. Das Ergebnis der Anode wird durch eine Membran zur Kathode geleitet, wo es bei der Reduktion des Kohlendioxids hilft (vereinfacht beschrieben). Für Laien kompliziert klingend, kann diese Anlage so im industriellen Maßstab und auch für Kleingeräte verwendet werden. Ob uns diese Methode wohl noch öfters begegnen wird?