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Bild: © pexels
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Vom Smart-TV zum “Fenster-Fernseher”

Bücherregale, die Kaffee kochen oder Fensterscheiben, die zum Fernseher werden. Klingt nach Humbug, ist aber tatsächlich der nächste Schritt des schwedischen Möbelgiganten Ikea.

 

Ikeas Forschungschef, Mikael Ydholm, hat große Pläne, die er für schon bald realisierbar hält. Er spricht von smarten Fensterscheiben, mit denen man E-Mails lesen oder fernsehen kann. Generell sollen sich viele Ikea Möbel mehr auf das ganze Haus beziehen und der Digitalisierung nachgehen. Das berühmteste Regal, das Billy-Regal, soll somit auch eine Veränderung durchmachen und sich vielleicht als guter Kaffeekoch beweisen.

 

Möbel müssen künftig intelligent sein und „ihren Beitrag“ zum Smart Home leisten. Der Trend geht dabei weg von den intelligenten Einbaugeräten in der Küche, die ja ohnehin mehr Gerät als Möbel sind. Wirklich zukunftsträchtig ist allerdings die Verschmelzung von Wohnzimmer und TV-Möbeln mit den Medien. Ebenso ist eine Integration von Bildschirmen in Küchenoberflächen und Spiegeln interessant.

 

Nicht nur zu Hause, sondern auch im Büro können Möbel vollkommen smart werden. Ein Schreibtisch beispielsweise, der Stromanschluss, Bluetooth, Wi-Fi und einem 5-Zoll-Touch-Display besitzt, hat nicht nur den direkten Anschluss verschiedener Geräte, sondern ist über das Touch-Display höhenverstellbar und gibt Hinweise auf eine gesunde Körperhaltung.

 

Die Möbelindustrie hat folglich die Möglichkeit, sich durch digitale Innovationen auf dem Markt zu differenzieren. Vor allem aber kann Ikea jetzt auch mit Möbeln punkten, die Handys aufladen. Ein integriertes Qi-Pad lädt Smartphones ohne Kabel auf, nur indem sie darauf gelegt werden. Dies funktioniert dank elektromagnetischer Felder, die mittels Induktionsenergie die Handys aufladen. Samsung, Microsoft, Nokia und andere Marken unterstützen diese Technologie derzeit. Nur Apple noch nicht, bietet aber Handyhüllen an, die Qi-kompatibel sind.

 

Wem das alles zu viel Technik ist, für den hat Forschungschef Ydholm auch eine Lösung. Er will Rückzugsorte für Arbeit, Haus und Wohnung schaffen, wo man “ganz alleine” sein kann. Seine Idee: Eine bewegliche Hülle, unter der man sich verstecken kann. Naja.