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Bild: © pixabay
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Laser-Blut jagd Tumore

Laser-Blut? Wie soll man sich das vorstellen? Leuchtet es wie ein Laserschwert aus Star Wars? Doch die wichtigste Frage: Wie soll Laser-Blut gegen Krebs helfen?

 

Die Menschheit wird von einem bösartigen Feind bedroht, dessen Ziel der ganze Körper und ein leidvoller Tod seiner Opfer ist. Weltweit sterben mit Abstand am meisten Menschen an Krebs. Genauer gesagt, 8,2 Millionen. An zweiter Stelle der meisten Todesfälle (bei Krankheiten) befindet sich Diabetes, mit “nur” 1,5 Millionen. Ein riesiger Unterschied (Stand 2014).

 

Bild: © statista

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Die Statistik zeigt die Anzahl der Krebsneuerkrankungen weltweit nach Krebsart im Jahr 2012. Laut der WHO (Welt-Krebsbericht 2014) wurde die Zahl der Krebsneuerkrankungen in diesem Jahr weltweit auf rund 14,1 Millionen Fälle geschätzt. Davon entfielen rund 429.793 Neuerkrankungen auf Blasenkrebs.

 

Genug! Da sind sich alle einig!

 

Forscher der University of Michigan hatten die Idee, dass sich unser Blut selbst auf die Jagd nach den Krebszellen machen könnte. Um dieses Ziel zu erreichen, rüsteten sie das menschliche Blut mit Laserlicht und einem fluoreszierenden Farbstoff (ICG) aus. Sind sie der Heilung von Krebs einen Schritt näher?

 

Eine frühe Erkennung von Tumoren kann Leben retten und das Laser-Blut soll genau hier ansetzten. Intravenöse Laser-Therapie gibt es schon seit einiger Zeit und wird seit 2011 auch in Deutschland eingesetzt, um die Energieversorgung des Körpers positiv zu beeinflussen. Hierbei kommen folgende Laser zum Einsatz:

 

  • Der grüne Laser – wirkt vor allem gegen Entzündungen.
  • Der blaue Laser – wirkt vor allem immunstärkend.
  • Der gelbe Laser – fördert vor allem den Serotonin- und auch den Vitamin-D-Stoffwechsel.

 

Das Laser-Blut funktioniert ähnlich, nur dass der fluoreszierenden Farbstoff, Veränderungen in Zellstrukturen und auf molekularer Ebene sichtbar macht. Normalerweise reflektiert der Farbstoff kein Laserlicht, doch in Verbindung mit Blut und dem darin enthaltenen Eiweiß gelingt es.

 

Was bringt diese Eigenschaft?

Der Farbstoff hat die Angewohnheit, sich in Regionen zu sammeln, die eine hohe Konzentration von Blutgefäßen haben. Wie zum Beispiel in Tumoren. Mit einer Infrarotkamera untersucht der Arzt anschließend den Körper des Patienten und erkennt dank dem Leuchten, wo sich ein Tumor befinden könnte.

 

Wird ein Tumor aufgespürt, werden die altbewährten Untersuchungen durchgeführt, um eine Diagnose zu stellen. Das Laser-Blut ist somit das perfekte Hilfsmittel, um Krebs frühzeitig zu entdecken und aufzuhalten, bevor er zu streuen beginnt.