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Bild: © flickr
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Herrschaft der Maschinen? Künstliche Intelligenz weiß bald genau was du vorhast!

Der Computer weiß nicht was du denkst? Das stimmt so nicht ganz! Dank der künstlichen Intelligenz eines DeepMind Computers, greifen Rechner auf dein Gedächtnis zurück und studieren dich. Wie das funktionieren soll? Wir verraten es dir!

 

Wenn es um logisches Denken ging, war die künstliche Intelligenz bisher ein wenig limitiert. Das neue KI-Modell, das in einem „differenzierbaren neuronalen Computer (DNC)“ steckt, hat allerdings die Möglichkeit, dass es auf die gleiche Weise auf Wissen zurückgreift und Neues lernt, wie es bei Menschen der Fall ist.

 

Ein großer Teil der Datenstruktur wird bereits von den Entwicklern übernommen, indem sie den Computer mit familienbaum- oder kartenähnlichen Strukturen füttern. Dann kann dir die KI Fragen zu Verwandschaft oder auch zu den kürzesten U-Bahn Routen beantworten. Ich weiß, was du jetzt denkst! Das ist nichts Besonderes und wird von jedem Navi oder Laptop bereits ebenso erledigt. Aber dennoch hat der DeepMind Computer, mit dem selben Ergebnis, eine größere Leistung erbracht. Ganz einfach deswegen, weil sich die KI alle Informationen selbst erarbeiten musste und die Infos nicht vorher bereitgestellt bekommen hat. DeepMind lernt durch Versuch und Error.

 

Ein Beispiel:

 

Bildergebnis für space invaders

Bild: © wikimedia

Kennst du das Game „Space Invaders“? Die DeepMind KI spielte dieses und hatte zu Anfang keine Ahnung, wie dieses Spiel funktioniert. Sie wusste lediglich, dass sie den Highscore erzielen muss. Nach einigen Fehlversuchen und stundenlangen Sessions, wusste die KI endlich was zu tun war. Das alles aufgrund von Versuch und Error. DeepMind brachte sich alles selbst bei. „Nach 30 Minuten und 100 Partien sieht es eher schlimm aus, aber das System lernt …“, erklärt Demis Hassabis, Mitgründer und Vorstandschef von DeepMind. Die Aufgabenstellung – Highscore erzielen – wurde nach vier Stunden sogar übertroffen, denn die KI entwickelte eine Strategie, die nicht einmal die Schöpfer des Games kannten. In diesem Moment gab es niemanden auf der Welt, der „Space Invaders“ besser beherrscht.

 

Und so funktioniert es auch bei anderen Spielen und in Zukunft soll die KI sogar wissen, was der Nutzer als nächstes plant und ihm daraufhin (Lösungs)Vorschläge anbieten.

 

DeepMind hatte erst vor kurzem einen Besitzerwechsel und gehört nun zum Google Unternehmen, das sich gegen den Interessenten Facebook durchgesetzt hat. Besonders der Einsatz digitaler Assistenten wie „Google Now“ wird dadurch auf ein nächstes Level gehoben. Neue Möglichkeiten bieten sich. Wer also immer 7 Uhr Morgens den Wecker stellt, könnte demnächst von Google Now eher geweckt werden, wenn die Verkehrslage den Weg verlängern würde.

 

Wo Menschen bisher manuell nach Zusammenhängen bei Forschung suchen mussten, kann Google DeepMind in Zukunft wesentlich effektiver arbeiten und die Forschung insbesondere im Gesundheitsbereich schneller vorantreiben. Aber es gibt auch negative Stimmen, die bereits eine Welle von maschinellen Angreifern erwarten. Der Film „Matrix“ hat hierbei die dystopischen Ängste perfekt auf den Punkt gebracht. Was ist, wenn sich die Maschinen gegen uns wenden und beschließen die Welt selbst in die Hand zu nehmen?