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Bild: © wohnwagon Almwagen außen klein
Bild: © wohnwagon Almwagen außen klein

Autark leben Teil 1: Der Wohnwagon

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Wieviel brauche ich, um gut zu leben? Strom, Wasser, Heizung und Luxus? Ist ein Leben auf 25 Quadratmetern eigentlich möglich? Peter Lustig hat es vorgelebt.

 

Im Durchschnitt hat jeder Deutsch 45 m² Platz zum Leben und Wohnen zur Verfügung. Durch Verstädterung und der immer größer werdenden Zahl an Menschen wird der Platz immer knapper. Darum müssen wir uns fragen, wie wir unseren Lebensstandard und Komfort mit weniger Platz aufrechterhalten können.

 

Leben in einem Wohnwagon könnte eine Lösung sein

Mit seinem blauen Anhänger lebte Peter Lustig (der lehrreiche Freund aus der TV-Serie „Löwenzahn“) ein Leben im Wohnwagon vor.  Seine Lebensweise weckt das Bedürfnis nach einem Leben näher an Natur und Freiheit.

 

Der Wohnwagon versorgt sich selbst

Das Besondere an diesem Wohnwagon ist, dass man autark leben kann. Ausgestattet mit einer Bio-Toilette, einem Wasserkreislaufsystem und einer Solaranlage, ist die mobile Wohneinheit vollkommen unabhängig von externen Versorgungs- und Entsorgungssystemen.

Der Strom für den Wagen wird über vier Hochleistungs-Photovoltaikpanele erzeugt, die am Dach montiert sind. So kann mit dem richtigen Verbrauchsverhalten die nötige Energie für den Alltag aufgebracht werden. Allerdings mit Einschränkungen.

Damit man im Winter nicht erfriert, ist der Wohnwagon mit einer „Badeofen-Solar-Heizung“ ausgestattet, die auch für warmes Wasser sorgt. Für garantiert warmes Wasser kann der Wassertank zusätzlich mit einem Holzofen beheizt werden. Der Großteil des Wassers befindet sich auf dem Dach und weitere 140 Liter sind in den Tanks im Boden gespeichert. Bei Regen wird verdunstetes oder verbrauchtes Wasser immer wieder aufgefüllt.

Benutztes oder schmutziges Wasser (von Dusche oder Waschbecken) wird auf das Dach gepumpt und in der Grünkläranlage gereinigt. Spezielle Sumpfpflanzen reinigen zusammen mit Mikroorganismen das Wasser und nach ca. 24 Stunden ist der Klärkreislauf vollendet. Doch keine Angst! Die Toilette funktioniert unabhängig vom Wasserkreislauf. Das Bio-Klo produziert aus dem Urin Dünger und der Kot wird mithilfe einer Mischung aus Pflanzenkohle, Steinmehl und Biofasern geruchsfrei kompostiert.

 

Diesen Wohnwagon haben die Österreicher Christian Frantal und Theresa Steininger erfunden. Sie legen großen Wert auf Nachhaltigkeit, natürliche Ressourcen und österreichische Handwerkskunst. Du willst dir diese alternative Lebensweise ansehen? Klick dich durch die Slidehsow! 😉

 

 

 

Almwagen Fanni 3

Bild: © wohnwagon.at

 

Die Innenansicht des Wohnwagons: Die Ausstattung ist in natürlichen und hellen Tönen gehalten.

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